Jeder, der etwas technikverrückt ist und der seine Uhr verloren hat, schaut sich bestimmt, wie es mir gegangen ist, nach einem neuen Handgelenkschmuck um. Sicherlich über das Design der aktuellen Sportuhr von Garmin lässt sich streiten, aber den Preis-Leistungsvergleich besteht das Technikwunderwerk. In diesem Beitrag möchte ich euch die Vor- und Nachteile der Running- bzw. Radfahreruhr näher bringen.
Bevor man ungefähr € 350 für eine Garmin Forerunner 405CX ausgibt, erkundigt man sich natürlich über die Qualität des Produktes und vergleicht auch mit alternativen Produkte wie Polar RS800CX. In Bayreuth war die Besichtigung vor Ort etwas schwer, da ich keinen Händler finden konnte, der Garmin Uhren vertreibt, somit musste ich mich auf Internetberichte verlassen. Für mich wichtige Kriterien:
- Ausstattung
- Haptik, Verarbeitung, Qualität und Design
- Batterielaufzeit
- Bedienung
- Datenexport, Website und Weiterverarbeitung
- Zubehör
Die Ausstattung
Ohne jetzt alle langweiligen Details in einer Tabelle zusammenzufassen, kann ich nur sagen, dass ich als ambitionierter Anfänger-Läufer und gelegentlicher Radfahrer seit nun 2 Monaten, in den die Uhr besitze, nichts vermisst habe.
- Der mitgelieferte Brustgurt sitzt angenehm auf der Haut und zeigt die Herzfrequenz korrekt an.
- Die Entfernung passt bis auf ein paar Meter sehr genau. Auf 10 Meter hin und her kommt es mir nicht an.
- Mit dem Höhenmesser bin ich sehr unzufrieden, da es nicht sein kann, dass ich ein einer Runde einen positiven Höhenunterschied von 119 m habe und in der nächsten 149 m.
Es lassen sich drei Bildschirme mit jeweils 1 – 3 Anzeigen programmieren, die mit einem kurzen Fingerdruck auf dem berührungsempfindlichen Rand durchblättern lassen. Am Anfang erschien mir das etwas wenig, aber beim Laufen konzentriere ich mich eigentlich eher auf das Wesentliche.
Haptik, Verarbeitung, Qualität und Design
Qualitativ ist die Uhr sehr gut verarbeitet und kann auch gut eine Berührung mit der Hausmauer wegstecken; allerdings wirkt die Uhr durch das Blau eher wie ein medizinisches Gerät und ist nicht unter einem Anzug geeignet. Für die Freizeit ist die Uhr aber durchaus geeignet. Die Berührungs-Wahrnehmung ist gut, der Touchring sollte sich nur etwas mehr von dem Gehäuse abheben.
Batterielaufzeit
Angegeben ist die Uhr mit 2 Wochen im Stromsparmodus und 8 Stunden im Trainingsmodus. Ich habe aber noch keine zwei Wochen ohne Training durchgehalten. Gefühlsmäßig könnten die Zeitangaben aber hinhauen.
Datenexport, Website und Weiterverarbeitung
Der Export funktioniert auf dem Mac wie auf Windows einfach über den mitgelieferten USB Stick. Einfach anstecken und drahtlos werden die Daten von der Uhr an den Computer übermittelt. Leider muss so eine Software laufen, damit die Daten übertragen werden. Über Bluetooth wäre dies sicher einfacher, ich schätzte aber, somit wäre der Stromverbrauch der Uhr höher.
Auf der Seite von Garmin Connect kann man seine Daten einsehen und auswerten. Es werden alle relevanten Daten angezeigt und eine schöne Spielerei ist es auch. Sehr schön ist die Funktion, seinen Lauf oder die letzte Radtour auf der Google Karte nachvollziehen zu können. Lieder fehlt mir auf der Seite aber die Möglichkeit, Läufe zu vergleichen.
Auch im Lifestyle-Bereich darf Garmin hier nachlegen. Es lassen sich zwar die Trainings veröffentlichen sowie Ziele definieren, aber keine Wettkämpfe einstellen wie “Wer läuft heute die schnellsten 10 km”. Siehe NIKE+
Zubehör
Hier bin ich sehr von Garmin beeindruckt. Ich kenne es selten, dass einem so viel Zubehör zugesandt wird. Ich kann mein Uhr nun über den Computer und an der Steckdose auch an fremden Steckdosen laden. Es wurden zwei verschiedene Armbänder mitgeliefert (siehe Bild). Auch der USB Stick zum Datenabgleich ist dabei. Alles war mir gefehlt hat, war der Fahrradhalter, den ich zusätzlich bestellen musste.


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