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Kungsleden, zweiter Tag

Ich bin durch das andauernde Schaukeln des Zuges aufgewacht. 8:30 Uhr sagt mein iPhone. Das heißt noch 8 Stunden Zug fahren. Das schwedische Pärchen das mit im 6 Personen Abteil saß hat den Zug in der Nach verlassen.

IMG_0663 Ich sah zu Lilli, die mich mir Ihren großen braunen Augen bereits begrüßte. Leder konnte ich Sie nicht küssen, es war 1 Meter in der Breite und 1,80 Meter in der Höhe zwischen unseren Stockbetten.

Bei einen Kaffee und einen undefinierbaren süßen Gebäck starteten wir  in den noch lang werdenden Tag.

Als wir wieder zurück in das Abteil kamen, machten sich die anderen zwei Amerikaner die mit uns im Abteil waren auf auf dem Weg. Zwei interessante Typen, die in Europa schon mehr Städte gesehen haben als die meisten Europäer und auch als ich.

Es ging “zum Glück” langsam dem Ende der Zugfahrt mit nur zwei Stunden Verspätung, also 18 Stunden Fahrzeit, entgegen. Es wurde aber auch höchste Zeit, man merkte alle im Zug waren schon unruhig und die Geduld war am Ende.

“Nächster Halt Abisko” hieß es durch die Sprechanlage, wir machten uns wie alle im Zug zur Flucht bereit. Es war ein riesiges Aufatmen, dort anzukommen, wo es eigentlich anfängt.

Im gut sortierten Supermarkt kauften wir uns noch ein Moskitonetz für den Kopf und Wanderkarten sowie die Zeltplatzkarte für den heutigen Abend.

Auf einem Campingplatz wie diesem war ich noch Lilli noch nie. Zwischen vielen Birken, mit kleinen Plätzen die durch Trampelpfade verbunden sind. Dazu die Aussicht auf einen See, die nie untergehende Sonne und ein Gebirge im Hintergrund. Wir wussten, das war genau das Abenteuer was wir gesucht hatten. Wildnis, Überlebenskampf, reißende Sturzfluten und wilde Tiere. Aber zuerst ein letztes Abendessen im letzten Dorf, bevor es 8 Tage in die Wildnis geht.

Ich wunderte mich schon als ich von der hübschen Schwedin im Restaurant nur nach dem Getränk gefragt wurde, sie aber nichts vom Essen erwähnte. Ich sagte nicht, sie hat so lieb gelächelt. Lilli und ich hatten ein Menü für 3.400 KRO gebucht. Das sind umgerechnet ungefähr 35 Euro. Aber egal, die nächsten Tage gibt es nur Campingfutter.

Es war schon erstaunlich, dass man 3000 km fahren muss um so eine gute kalte Suppe zu essen. Dazu das Brot mit der leckeren Butter welches man mit einem Holzlöffel bestrich. Es fühlte sich schon richtig nach Urlaub an. Leider wurde anschließend die Hauptspeise auch kalt serviert. Wir hatten uns so auf warmes Essen gefreut. Dafür war der hauchdünn geschnittene Rinderbraten ein echter Gaumenschmauß.

Etwas zu dieser Zeit setzten sich ein älteres Ehepaar aus Stockholm mit zu uns an den Tisch und begannen uns zu unterhalten. Alle Schweden die wir bis jetzt getroffen hatten waren irre freundlich und sehr mitteilsam. Ein sehr freundliches Volk eben. Ganz beiläufig fragten Sie uns ob wir wüssten was wir da essen? Alleine die Frage über unseren Rinderbraten macht uns stutzig. Ich antwortete, “it is a cow”. Das Pärchen lachte und erklären uns, dass Sie Elch immer über Nacht bei 70°C im Ofen machen.

Lilli sah etwas verwirrt, als ob sie gerade nachdachte ob Sie Elch auch bestellt hätte wenn Sie es vorher gewusst hätte und ob Sie weiter essen möchte. Wir aßen es jedenfalls mit Freunden auf und gingen zum Fernsehen, denn das Spiel um den dritten Platz Uruguai gegen Tyshland (Deutschland auf schwedisch) wollten wir auf keinen Fall verpassen.

Herausragend war das Speil nicht aber sehr amüsant au schwedisch. Nach zwei mal jubeln und dem Sie legten wir uns aber nieder.

Den kompletten Fotoband vom Kungsleden gibt es bei Flickr.

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